Feb 102012
 

Die Subventionen hätten die Produktionsbasis des Landes ausgehöhlt und dazu geführt, dass immer weniger exportiert worden sei, sagte Chrysochoidis in einem Gespräch mit der F.A.Z. Auf die Frage, ob die Subventionen Griechenland zerstört haben, antwortete der als Reformer geltende Minister: „Ja. Während wir mit der einen Hand das Geld der EU nahmen, haben wir es nicht mit der anderen Hand in neue und wettbewerbsfähige Technologien investiert. Alles ging in den Konsum. Das Ergebnis war, dass jene, die etwas produzierten, ihre Betriebe schlossen und Importfirmen gründeten, weil sich damit mehr verdienen ließ.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/griechenland-wirtschaftsminister-warnt-vor-grossem-knall-11642696.html

Meiner Ansicht ist die Antwort falsch, denn es ist gibt keinen notwendigen kausalen Zusammenhang zwischen Subventionen und Konsum: Subventionen führen nicht ursächlich zu ausschließlichem Konsum. Die entscheidende Antwort fehlt: Warum wurde das Geld der EU nicht investiert, sondern konsumiert. Andere Länder haben es auch geschafft hohe Subventionen zu investieren: Bayern zum Beispiel. Auf Grund jahrzehntelanger Zahlungen aus dem Länderfinanzausgleich wurde aus einem rückständigen Agrarstaat eine Wirtschaft, so dass Bayern heute sogar Geberland ist und Geld zurückzahlen kann.