Der griechische Wirtschaftsminister

Die Subventionen hätten die Produktionsbasis des Landes ausgehöhlt und dazu geführt, dass immer weniger exportiert worden sei, sagte Chrysochoidis in einem Gespräch mit der F.A.Z. Auf die Frage, ob die Subventionen Griechenland zerstört haben, antwortete der als Reformer geltende Minister: „Ja. Während wir mit der einen Hand das Geld der EU nahmen, haben wir es nicht mit der anderen Hand in neue und wettbewerbsfähige Technologien investiert. Alles ging in den Konsum. Das Ergebnis war, dass jene, die etwas produzierten, ihre Betriebe schlossen und Importfirmen gründeten, weil sich damit mehr verdienen ließ.“

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/griechenland-wirtschaftsminister-warnt-vor-grossem-knall-11642696.html

Meiner Ansicht ist die Antwort falsch, denn es ist gibt keinen notwendigen kausalen Zusammenhang zwischen Subventionen und Konsum: Subventionen führen nicht ursächlich zu ausschließlichem Konsum. Die entscheidende Antwort fehlt: Warum wurde das Geld der EU nicht investiert, sondern konsumiert. Andere Länder haben es auch geschafft hohe Subventionen zu investieren: Bayern zum Beispiel. Auf Grund jahrzehntelanger Zahlungen aus dem Länderfinanzausgleich wurde aus einem rückständigen Agrarstaat eine Wirtschaft, die heute sogar einiges Gelder zurückzahlen kann.

Ratings = Raten

Aus der Kategorie lesenswert: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rating-kritiker-philipponnat-gebt-uns-die-magische-zahl-1.1270728

Über die seltsame Macht der Rating-Agenturen. Da macht sich die Politik zum Gefangenen monopolartiger Rating-Agenturen, um dann diese Gefangenschaft zu beklagen. Gerade der Klagen der europäischen Politik sind recht unglaubwürdig, da es doch so einfach wäre: es müssten zwei, drei europäische Rating-Agenturen her.

Del sentimiento trágico de la vida

Ohne Worte – - -

Dietrich war ja nicht zu finden – in diesem www – aber ich habe mich an den Autor gewandt – mal sehen, ob er antwortet …

“Del sentimiento trágico de la vida” habe ich immer mal lesen wollen, habe ich aber nie getan. Es ist vielleicht besser, denn der Titel ist so schön – ob der Text das hält, was der Titel verspricht? Geht das überhaupt, bei einem so schönen Titel?

Wer kennt dieses Lied?

DIETRICH

Sie verkaufte das Hochbett.
Mit ihrer WG besprach sie nichts mehr.
Sie kündigte die Abos
von taz, Transatlantic, Courage und FR.
Wieder wurde es Frühling,
und durch die Straßen, da tanzte ein Wind.
Sie zahlte die Rechnung im Café Rhizom,
wo die Untergangspriester am Koksen sind.

Sie ging nochmal auf eine Demo
und floh nochmal vor der Polizei,
hörte nochmal von einer Freundin,
daß dieser Frühling der letzte sei.
Medaillons und Ketten
schickte sie ihren Lovern zurück
und sagte: falls euch irgendwas auffällt
zwischen euren Termin,
ich bin nämlich weg.

Sie zog zu Dietrich
in ein Häuschen bei Hildesheim.
Sie zog zu Dietrich.
Der war nie ironisch.
Der war bei der Post.
Der meint, was er sagt,
und er hatte gesagt:
“Ich hab Platz für zwei.”

Sie mag sein Lachen,
sie mag, dass er jeden Tag arbeiten geht.
Sie mag die Nachbarn,
und dass vom Krieg nur in den Zeitungen steht.

Inzwischen ist Sommer.
Sie streichelt sich über’n Bauch und sagt: hier,
und sie denkt an Gomera,
wo alles anfing
mit Didi und ihr.

(1983)

Quelle: http://home.snafu.de/mauren/Songs/feuer.html#feuer1

Ich kann es nicht finden im www und würde es gern einmal wieder hören….

UPDATE 31.01.2012: Ist es denn wirklich möglich, dass es dieses Lied im www nicht gibt? Gibt es Dinge, die nicht im www sind? Im Internet gibt es doch alles! Warum gibt es dieses kleine, nette Liedchen dann nicht im www – ist das www kaputt?

Lesenswert

http://www.taz.de/Soziologe-ueber-Superreiche-in-der-Krise/!86553/

Der Herr Krysmanski verfolgt einen recht trivialen Gedanken, der eigentlich selbstverständlich sein sollte: der verschuldete Staat soll sich Geld von den Leuten holen, die viel davon haben.

Ebenso lesenswert, auch wenn es schon etwas älter ist:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-07/interview-corneo-reichensteuer

Lost in Translation

Das wollte ein 18-Jähriger eine Revolution machen und

anstatt sie zu machen – kündigt er sie erstmal an – auf Fazzebuck – und wird von einem Klassenkameraden verraten – ein Großaufgebot der Kavallerie nimmt den Kleinen fest und seine Klassenkameraden müssen psychologisch betreut werden. Unser 18-Jähriger Sympathieträger wird sicherheitshalber auch in die Klapse gesteckt.

Wenn es nicht in der FR zu lesen wäre, müsste man es für einen Scherz halten, so muss man sich allerdings fragen, wer in dieser Geschichte eigentlich nicht irre ist: Lost in Translation. Revolutionen kündigt man nicht an, man macht sie.

Quellen:

http://www.fr-online.de/wiesbaden/18-jaehriger-kuendigt-revolution-an,1472860,11516356.html

http://www.fr-online.de/wiesbaden/nach-drohung-auf-facebook-18-jaehriger-in-psychiatrie-eingewiesen,1472860,11523256.html

Wikipedia

Da habe ich versucht, etwas in der Wikipedia zu ändern und musste leider feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Am Ende hat es aber geklappt: http://de.wikipedia.org/wiki/Sprachskepsis. Ich habe zwar nur einen Satz hinzugefügt und das ist immerhin ein Anfang. Aber ansonsten scheint diese Wikipedia doch recht kompliziert zu sein. Ich würde ja an der einen oder anderen Stelle etwas schreiben, doch müsste ich dafür einem anderen widersprechen bzw. es schlicht löschen. Ob das so klug ist … ?